Skip to article frontmatterSkip to article content
Site not loading correctly?

This may be due to an incorrect BASE_URL configuration. See the MyST Documentation for reference.

Grundbegriffe

Wozu braucht man Funktionen?

Grundsätzlich ordnet eine Funktion einer Zahl genau eine andere Zahl zu.

Keine Naturwissenschaft kommt ohne Funktionen aus:

In der Biologie wird das Wachstum von Bakterienkulturen durch Funktionen ausgedrückt, in der Physik sind die Geschwindigkeits-Zeit-Gesetze ein Beispiel, in der Chemie beschreiben Wellenfunktionen den quantenmechanischen Zustand von Elementarteilchen...

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Aber auch im Alltag haben wir ständig mit Funktionen zu tun: Zuordnungen von Preisen von Produkten, Verschlüsselungsfunktionen verschlüsseln Geheimzahlen von Bankkarten und leiten sie an einen Server weiter, der Benzinverbrauch im Auto kann durch eine Funktion beschrieben werden...

Bewegen Sie sich in den nächsten Tagen mit offenen Augen durch Ihren Alltag: Wo könnte eine Funktion dahinter stecken?

In diesem und den folgenden Notebooks gibt es einen Überblick über das wichtige Thema Funktionen. Um die Länge der Notebooks überschaubar zu halten, sind die Erklärungen teilweise sehr knapp. Durch Klicken auf das Smiley mit Lupe 🧐 gibt es aber an vielen Stellen noch einmal eine genauere Erklärung der Sachverhalte.

Definition von Funktionen

In dieser Definition werden die mathematische Symbole R\mathbb{R}, \in und \subseteq verwendet. Wenn Ihnen die Bedeutungen dieser Symbole nicht mehr geläufig sind, dann klicken Sie auf das Smiley. Alle weiteren in der Definition verwendeten Bezeichnungen werden in den folgenden beiden Kästen erklärt.

Beispiele:
  1. f(x)=x2xD=Rf(x) = x^2 \quad x \in D = \mathbb{R},    W=[0,) W = [0, ∞)

Klicken Sie zur Erklärung auf den Smiley.

  1. Kugelvolumen: V(r)=43πr3D=[0,) \quad V(r) = \frac{4}{3} \pi r^3 \quad D = [0, ∞) ,     W=[0,) W = [0, ∞)

  1. f(x)=1xD=R{0} \quad f(x) = \frac{1}{x} \quad D = \mathbb{R} \setminus{\{0\}} ,     W=R{0} W = \mathbb{R} \setminus{\{0\}}

Eine alternative Schreibweise für die Angabe des Definitions- und Wertebereiches einer Funktion ist folgende: f:DWf: D \to W
Beispiel 1 würde man damit schreiben als:
f:R[0,)f: \mathbb{R} \to [0, \infty)
f(x)=x2 \quad f(x)=x^2

Funktionsgraphen: Darstellung von Funktionen

Beispiel:

f(x)=11+x2 f(x) = \frac{1}{1 + x^2}

Überlegen Sie zunächst kurz, wie der Funktionsgraph dieser Funktion aussieht.
Klicken Sie zur Veranschaulichung des Graphen auf die Glühbirne.

Betrachten Sie die Funktion und überlegen Sie, welchen Definitions- und welchen Wertebereich die Funktion hat. Auf der Glühbirne erhalten Sie weitere Informationen dazu. Durch Klicken auf den Stift erhalten Sie die Lösung.

Die senkrechte rote Linie verdeutlicht, dass dem Wert xx aus dem Definitionsbereich an dieser Stelle zwei Werte zugeordnet werden können. Dies widerspricht der Definition einer Funktion!

Bestimmung des Funktionswertes

Beispiel:

Gegeben ist die Funktion f(x)=x2+2x+3f(x)=x^2+2x+3. Bestimmen Sie den Funktionswert an den Stellen x=5x=5 und x=t+3x=t+3.

Zur Bestimmung des Funktionswertes an der Stelle xx=5 können wir wie folgt vorgehen:

  1. Wir setzen an jeder Stelle, an der xx in der Funktionsgleichung steht, die Zahl 5 ein. Damit erhalten wir:
    f(5)=52+25+3f(5)=5^2+2\cdot 5+3

  2. Nun können wir den Funktionswert weiter ausrechnen und erhalten:
    f(5)=25+10+3=38f(5)=25+10+3=38

Versuchen Sie nun analog dazu, den Funktionswert an der Stelle x=t+3 zu bestimmen. Durch Klicken auf den Stift erhalten Sie die Lösung.