für f(x1)<f(x2) für x1<x2 ist die Funktion f monoton wachsend
für f(x1)>f(x2) für x1<x2 ist die Funktion f monoton fallend
Hierfür kann auch die 1. Ableitung y′=f′(x) herangezogen werden. Sie stellt die Steigung der Kurventangente dar und beschreibt das Monotonie-Verhalten.
f ist streng monoton wachsend, falls f′(x)>0 (linke Abbildung)
f ist streng monoton fallend, falls f′(x)<0 (rechte Abbildung)
Ein Beispiel für eine monoton wachsende Funktion ist f(x)=x3. Hier ist f′(x)=3x2>0 für x=0.
Extremwerte (Minima, Maxima) werden auch als optimale Werte bzw. Optima bezeichnet. Die Bestimmung von Extremwerten findet vor allem bei der Optimierung von Problemstellungen eine Anwendung.
Geometrische Interpretation:
Ist xe ein lokaler Exptremwert, dann ist die Steigung der Tangente im Punkt (xe/f(xe)) gleich Null.
Die in grün dargestellten Tangenten an den Stellen xe1,xe2 und xe3 veranschaulichen die Extremstellen des dargestellten Graphen.
Ist an der Stelle xT bzw. xHf′′(xT)=0 bzw. f′′(xH)=0, so muss beachtet werden, ob f′(x) dort einen Vorzeichenwechsel und der Graph von f damit eine Krümmung besitzt.
Beispiel 1:
f(x)=x2 besitzt an der Stelle xT=0 eine waagrechte Tangente und weist eine Linkskrümmung auf.
Die Ableitungen lauten folgendermaßen:
f′(x)=2x
f′′(x)=2
f′(xT)=0 und f′′(xT)>0
f(x) hat damit bei (xT/f(xT) einen Tiefpunkt.
Beispiel 2:
f(x)=−x2 besitzt an der Stelle xH=0 eine waagrechte Tangente und weist eine Rechtskrümmung auf.
Die Ableitungen lauten folgendermaßen:
f′(x)=−2x
f′′(x)=−2
f′(xH)=0 und f′′(xH)<0
f(x) hat damit im Punkt (xH/f(xH) einen Hochpunkt.
Zusammenfassung zur Vorgehensweise für die Bestimmung von Extremwerten:¶
Beispiel:
f(x)=41x4+31x3−x2
Schritt: Bestimmen Sie die 1. und 2. Ableitung der Funktion.
f′(x)=x3+x2−2x f′′(x)=3x2+2x−2
Schritt: Berechnen Sie die Nullstellen von f′(x).
f′(x)=x3+x2−2x=x(x2+x−2)=0
Mit Hilfe der Mitternachtsformel oder der pq-Formel ergeben sich die Nullstellen x=0,x=1,x=−2
Schritt: Setzen Sie Ihre Werte der Nullstellen von f′(x) in f′′(x) ein.
Man erhält: f′′(0)=−2<0 : ergibt ein lokales Maximum im Punkt (0/f(0))=(0/0) f′′(1)=3>0 : ergibt ein lokales Minimum im Punkt (1/f(1))=(1/−125) f′′(−2)=6>0 : ergibt ein lokales Minimum im Punkt (−2/f(−))=(−2/−38)